Berufsinformationstag an der WKS lieferte Einblicke in das Arbeitsleben

Studieren an meiner Schule?! – „Wer beruflich weiterkommen und mehr Verantwortung übernehmen möchte, kommt an einem akademischen Abschluss meist nicht mehr vorbei.“ Stefan Jeanneaux-Schlapp, der Leiter des Studienzentrums der Fachhochschule des Mittelstandes an der Wilhelm-Knapp-Schule, berichtete über die Kooperation der berufsbildenden Schule mit der Fachhochschule des Mittelstandes (FHM) Bielefeld und die damit verbundene Möglichkeit, einen akademischen Bachelor-Abschlusses (Bachelor of Arts) am Studienzentrum der WKS ausbildungsbegleitend in Teilzeitform zu erwerben und zeigte, dass Ausbildung und Studium zeitgleich realisierbar sind.

Über Chancen und Risiken von Auslandsaufenthalten und worauf man bei der Planung achten sollte referierte Dr. Rolf Bernhardt von der WKS. In diesem Kontext informierte der Pädagoge auch über die Möglichkeiten ein freiwilliges soziales Jahr im Ausland zu absolvieren. Dies ist beispielsweise über den Freiwilligendienst „Kulturweit“ (den internationalen Kultur-Freiwilligendienst der Deutschen UNESCO-Kommission) möglich. Er bietet Menschen zwischen 18 bis 26 Jahren die Möglichkeit, sich für sechs oder zwölf Monate in der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik zu engagieren. Dabei werden alle Freiwilligen finanziell unterstützt und in Seminaren begleitet, so dass „Kulturweit“ damit allen jungen Menschen offensteht.

Jens Reichel, der Ausbildungsleiter der Weilburger Coatings am Standort Weilburg berichtete über die Ausbildung als Lacklaborantin bzw. Lacklaborant. „Bilden Sie das Rückgrat der deutschen Chemieindustrie“, verkündete der Ausbildungsleiter und führte weiter an, dass Weilburg einer der bedeutendsten Entwickler und Hersteller von Funktions­beschichtungen und -lacken für Industriegüter und Konsumgüter wie auch von Spezial­beschichtungen für die grafische Industrie sei. „Überall, weltweit und in allen Industriezweigen, schaffen Weilburger Beschichtungslösungen Werte und überzeugende Produktvorteile.“

Forstwirt sein ist mehr als ein Beruf – es ist Leben und Arbeiten im Einklang mit der Natur. Revierförster Bernd Kleindopf von Hessen Forst stellte den abwechslungsreichen und verantwortungsvollen Beruf des Forstwirts vor. Forstwirte seien mit dafür verantwortlich, dass die wunderschönen Landschaften erhalten bleiben. „Hier arbeitest du tagtäglich an der frischen Luft und hast vielfältige Tätigkeiten in Wald und Wiese, die den Beruf so attraktiv machen“, betonte Bernd Kleindopf und bei der vielen körperlichen Arbeit sei der Gang ins Fitnessstudio nahezu überflüssig. Die Ausbildung zum Forstwirt vermittle biologische, forst-, betriebswirtschaftliche und technische Kenntnisse und gleichzeitig sorge der Forstwirt für eine Erhaltung der Wälder.