Chinesische Delegation informierte sich über den Aufbau der WKS

Eine zwanzigköpfige Delegation von Schulaufsichtsbeamten und Schulleitungsmitgliedern chinesischer Schulen besuchte die Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) Weilburg und informierte sich in einem Gespräch mit Schulleiterin Dr. Ulla Carina Reitz über den Aufbau sowie die vielfältigen Bildungsangebote des beruflichen Kompetenzzentrums. Besondere Themenschwerpunkte bildeten dabei die Arbeit des beruflichen Gymnasiums sowie vor allem der Studienbereich der Fachschule mit dem Bachelorstudiengang. Aber auch die praktische Schulung der dualen Ausbildung stieß bei der Delegation auf besonderes Interesse.

Dr. Ulla Carina Reitz zeigte den Gästen das Schulgebäude und stellte ihnen den Aufbau berufsbildender Schulen sowie das duale Ausbildungssystem in Deutschland vor. Neben der beruflichen Ausbildung bietet die WKS jedoch noch eine Vielfalt von Bildungs- und Qualifikationsangeboten, die die Schulleiterin den Besuchern erläuterte.

Besonders interessant für die Gäste aus Fernost war es zu erfahren, dass die #WKS das Prädikat „Umweltschule“ führen darf und in diesem Bereich, der weltweit immer mehr an Bedeutung gewinnt, eine Vorreiterrolle übernommen hat. So ist die #WKS seit dem Schuljahr 2011/2012 eine von vier Pilotschulen, die den in Hessen neuen gymnasialen Schwerpunkt „Fachrichtung Umwelt“ mit Abschluss „Allgemeine Hochschulreife“ anbieten. Gerade in einer Zeit, in der die Sensibilisierung für die Umwelt immer mehr an Bedeutung gewinnt, bildet dieser inhaltliche Schwerpunkt eine Bereicherung sowie zukunftsorientierte berufliche Perspektiven.

Überrascht zeigten sich die Vertreter aus dem „Reich der Mitte“ ebenfalls darüber, dass an einer beruflichen Schule – wie der WKS – auch ein staatlich und international anerkannter Hochschulabschluss – der „Bachelor of Arts“ – erworben werden kann. Dr. Ulla Carina Reitz informierte die chinesische Delegation in diesem Zusammenhang ausführlich darüber, dass durch eine Kooperation mit der Fachhochschule des Mittelstandes (#FHM) Bielefeld an der Wilhelm-Knapp-Schule seit einigen Jahren die Möglichkeit besteht, im Bereich der Fachschule Wirtschaft mit dem Fachbereich Betriebswirtschaft, einen #Bachelorstudiengang in Weilburg anzubieten..

Ziel des Studienzentrums ist es, für Absolventen der Fachschule (in Form eines Anschlussstudiums) und Abiturienten (in Form eines Teilzeitstudiums) die Qualität der Ausbildung und die Angebote für die Menschen der mittelhessischen Region rund um Weilburg noch zu verbessern und vor Ort in vier Semestern einen staatlich und international anerkannten Hochschulabschluss zu ermöglichen: den „Bachelor of Arts“.

Die Oberstudiendirektorin zeigte damit die innovative Weiterentwicklung der Fachschule an der #WKS hin zum Studiencampus auf.

Die Schulleitungsvertreter aus China bedankten sich ganz herzlich bei Dr. Ulla Carina Reitz für die informativen Einblicke in das deutsche berufsbildende Schulsystem und insbesondere in die reichhaltige Angebotspallette der #WKS. Als Zeichen ihrer Dankbarkeit und Wertschätzung überreichten sie der Oberstudiendirektorin Gastgeschenke und luden sie zu einem Gegenbesuch nach China ein.

 

 

WKS Fachschule Wirtschaft

Exkursion der Fachschule bei Ford in Köln

Studierende der Fachschule

für Betriebswirtschaft der Wilhelm- Knapp- Schule in Weilburg besichtigten das Ford-Werk in Köln. Begleitet von ihren Lehrern in Produktion (R. Drewenka) und Materialwirtschaft (T. Kramer) lag hierbei der Fokus auf die Materialflüsse sowie die Produktionstechnik.

 

In Köln wird der komplette Bedarf des Ford Fiestas für den europäischen Raum produziert und jeden Tag verlassen mehr als 1.300 Automobile das Werk. Durch die 1931 bei Standortgründung von Henry Ford mit Konrad Adenauer ausgehandelte Lage in Köln – Niehl direkt am Rhein wird die Hälfte der Neuwagen per Schiff nach ganz Europa versendet.

 

Nach einem kurzen Einführungsfilm im Besucherzentrum des Konzerns in dem die Geschichte des Ford-Werkes eindrucksvoll dargestellt wurde vom ausrollen des Bandstahls bis zur Nachpolitur und Auslieferung an den Kunden besichtigt.

Hierbei konnten die Studierenden auch einen eindrucksvollen Überblick über die “Industrialisierung 4.0” an Hand der zahlreichen Produktionsroboter erhalten. Der Produktionsablauf im Werk ist so gesteuert, dass es lediglich 13,5 Stunden dauert, bis ein Fiesta (vom zu stanzenden Blech bis zur Nachkontrolle) gefertigt ist. Das Lager des Automobilkonzerns so gestaltet, dass bei Lieferungsausfall bis zu drei Tage weiterproduziert werden kann.

 

Nach der Besichtigung

waren sich die beiden Lehrer mit ihren Studierenden einig wie wichtig eine Öffnung des Unterrichtes durch Erwerb des Praxisbezuges in Form von Exkursionen ist. Nun können die erworbenen Eindrücke von den Lehrkräften in den Unterricht integriert und von den Studierenden dort mit eingebracht werden.

Heike Knecht und Lisa Schöppl erreichten die Traumnote 1,0

 

„Mit Ihrem Abschluss haben Sie eine gute Grundlage für die Zukunft gelegt. Eine solide Ausbildung ist bekanntlich immer noch die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit, aber zugleich auch etwas, was über das rein Fachliche hinausgeht und auch Persönlichkeitsbildung einschließt.“

Studiendirektor Stefan Jeanneaux-Schlapp hob die immanente Bedeutung der Bildung in der heutigen Zeit hervor, als er in seiner Funktion als Abteilungsleiter der Fachschule (FS) Wirtschaft an der Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) Weilburg die Staatlich geprüften Betriebswirte nach erfolgreicher Studienzeit in der prächtig geschmückten Aula verabschiedete.

„Ich hoffe auch, dass Sie die Fachschule Wirtschaft nicht nur als ziemlich anonymen Platz zum Arbeiten erlebt haben, sondern über das rein Fachliche hinaus auch als Raum der Kommunikation, der Diskussion und des Austausches von Ideen – und damit als Freiraum, in dem man sich entfalten kann und wo man sich immer wieder gerne aufhält“, stellte der Abteilungsleiter die besonderen persönlichen Entfaltungsmöglichkeiten in dem Weilburger Bildungszentrum heraus.

Dass in einer Zeit des lebenslangen Lernens mit dem Erreichen des Bildungsabschlusses als Staatlich geprüfter Betriebswirt noch lange nicht das Ende erreicht sein muss und sich noch weitere Qualifizierungsmöglichkeiten ergeben, unterstrich Stefan Jeanneaux-Schlapp und öffnete den erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen eine neue Tür im Bereich der Fachschule als er erläuterte: „‘Wissen hält nicht länger als Fisch!‘, sagte der englische Philosoph Whitehead schon vor 100 Jahren. Und damit das Wissen – natürlich nur im übertragenen Sinne – nicht zu stinken beginnt, sollten Sie es regelmäßig auffrischen und erweitern – nicht zuletzt in bestimmten Modulen der Fachschule oder am Studienzentrum der Fachhochschule des Mittelstandes an der WKS.“

„Unsere Vorväter haben in Europa gemeinsam viel erreicht und dies gilt es zu bewahren, aber natürlich auch weiter zu entwickeln.“ Schulleiterin Dr. Ulla Carina Reitz stellte die aktuellen sozialpolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Deutschland, Europa und der Welt ins Zentrum ihrer Ansprache und hob die Bedeutung eines geeinten Europa hervor. „Sie werden mit Ihren Kompetenzen als hochqualifiziert ausgebildete Menschen und Demokraten und mit all den Kompetenzen, die Sie künftig noch erwerben eine gewichtige Stimme in Deutschland, in Europa und der Welt sein und ich appelliere an Sie, diese im Sinne der Menschenrechte einzusetzen, so wie Sie dies selbst in dem Land erfahren haben, in dem Sie aufgewachsen sind“, wandte sich die Oberstudiendirektorin direkt an die Absolventinnen und Absolventen.

„Für mich war es eine große Bereicherung Ihre Kenntnisse, vor allem aber Ihr zielgerichtetes Engagement zu erfahren. Daher freue ich mich Ihnen das Zeugnis auszuhändigen, welches Sie in Ihrem Leben und Ihrer Karriere wiederum ein Stück weiter bringt, und ich freue mich darauf, Ihnen vielleicht irgendwann noch den akademischen Grad eines Bachelors in dieser Aula verleihen zu dürfen, denn das Motto der Schule ist ja: Kein Abschluss ohne Anschluss“, gab Dr. Ulla Carina Reitz den Staatlich geprüften Betriebswirten abschließend mit auf den Weg.

Im Anschluss an die Zeugnisübergabe zeichnete Abteilungsleiter Stefan Jeanneaux-Schlapp gemeinsam mit den Klassenlehrern jeweils die beiden besten Staatlich geprüften Betriebswirte jeder Klasse aus und auch für besonderes soziales Engagement gab es Buchpreise.

Mit der Traumnote 1,0 waren Heike Knecht (Teilzeitklasse T 14) und Lisa Schöppl (Vollzeitklasse V 15 A) nicht nur jeweils beste Schülerin ihrer Klasse, sondern auch Jahrgangsbeste. Nur wenig dahinter folgten Alex Kraus (V 15 B), Lisa Kröck (T 14) und Susanna Walk (V 15 A), die alle drei einen Notenschnitt von 1,1 erreichten und mit einem Mittelwert von 1,3 wurde Ephraim Wilhelm als Zweitbester der Klasse V 15 B für die herausragenden Leistungen ausgezeichnet. Für besonderes soziales Engagement erhielten Karlo Kis (T 14), Lisa Schöppl (V15 A) und Beniamino Zappia (V 15 B) eine Ehrung.

Heike Knecht dankte im Namen der Teilzeitstudieren den Lehrerinnen und Lehrern der Fachschule für Wirtschaft für die besondere Unterstützung auf dem Weg zum Staatlich geprüften Betriebswirt. Dafür ließ sie die Zeit vom ersten Zusammentreffen der Absolventinnen und Absolventen in der Aula bis zur Abschlussprüfung noch einmal Revue passieren und ging dabei ausgenzwinkernd auch auf manche individuellen Besonderheiten der einzelnen Lehrkräfte ein.

Insgesamt bewertete sie die Ausbildung zum Staatlich geprüften Betriebswirt an der WKS als positives Erlebnis und kam zu dem Fazit: „Ich bin mir sicher, dass konstruktivste Arbeit dort zustande kommt, wo eben Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Lebenshintergründen und Kompetenzen ihr Wissen und ihre Ideen zusammenbringen. Dies hat sich immer wieder im Unterricht bestätigt. Außerdem zeigen unsere erzielten Ergebnisse in Klausuren und Prüfungen, dass sich erfolgreiche Lerngruppen gebildet hatten.“ Trotz, Vollzeitarbeit, Jobwechsel, Familie, Hochzeit oder der Geburt von Kindern hätten sie es geschafft regelmäßig den Unterricht zu besuchen und die Prüfung zum Staatlich geprüften Betriebswirt erfolgreich abzuschließen und es sei ein Grund stolz zu sein, dieses Ziel erreicht zu haben.

Passend zum festlichen Ambiente war der gelungene Auftritt der neuen WKS Schulband „The William K Project“. Die drei Lehrkräfte. Tobias Krug (Gesang), Amir Eftekari (Schlagzeug) und Patrik Schneider (Gitarre) begeisterten mit ihren brillant präsentierten Songs.

 

 

Klasse FA V 15 A (Vollzeit, Klassenlehrer Thomas Kramer): Mehwish Arshad (Limburg a. d. Lahn), Marie- Theres Burzel (Braunfels – Tiefenbach), Anna-Carina Finke (Wetzlar), Johannes Gärtner (Altendiez), Pauline Hark (Limburg – Offheim), Tanja Heinz (Aßlar), Florian Kröner (Beselich-Obertiefenbach), Sonja Mohr (Hadamar), Ann-Christin Müller (Merenberg – Barig-Selbenhausen), Ann Cathleen Münch (Sinn), Annika Schönlaub (Westerburg), Lisa Schöppl (Bad Camberg), Susanna Walk (Neunkirchen), Manuel Wistuba (Hadamar) und Mark Zucker (Hundsangen).
Klasse FA V 15 B (Vollzeit, Klassenlehrer Thomas Magyar): Düzgün Aktan (Weilmünster), Elif Aktan (Weilmünster), Meliha Basar (Aslar), Till Dietermann (Dillenburg), Lukas Faulhaber (Görgeshausen), Hendrik Guntrum (Brechen), Daniel Ingenito (Limburg), Alex Kraus (Dorndorf), Arthur Krecichwost (Weilburg), Andreas Steiner (Rennerod), Ephraim Wilhelm (Betzdorf) und Beniamino Zappia (Selters).
Klasse FA T 14 (Teilzeit, Klassenlehrerin Anke Greilich):. Halime-Mizgin Alper-Sharef (Marburg), Lisa Biedermann-Flickschuh (Villmar), Jasmin Breithecker (Beselich), Julia Czech (Weilmünster), Buket Demirtas (Weilmünster – Laubuseschbach), Louisa Diehl (Runkel), Carina Endres (Hadamar), Helena Fast (Beselich – Heckholzhausen), Jessica Guthardt (Weilburg), Karlo Kis (Weilmünster), Melanie Klan (Hadamar), Heike Knecht (Grävenwiesbach), Vanessa Kopanka (Weilmünster), Lisa Kröck (Fachingen), Torben Kunz (Hundsangen), Tom Christopher Pabst (Hünfelden), Julia Pflaum (Weilburg), Katharina Stroh (Merenberg) und Christiane Zylka (Hadamar).

 

Jahresempfang

Beim Jahresempfang der Europa-Union im Weilburger Komödienbau, der unter dem Motto „Europa +“ stand, wurden sieben Lehrer aus vier Schulen zum „

Sabrina Tauber

“ ernannt. Eine von ihnen ist Sabrina Tauber von der Wilhelm-Knapp-Schule Weilburg.

Aufgabe

Aufgabe der neuen Botschafter ist es dazu beizutragen, dass das Thema Europa an den Schulen noch mehr in den Blickpunkt rückt. Ihre Ernennung erhielten die sieben Pädagogen von Martina Mehl.

Unterricht

Diese betonte, dass es – insbesondere für die jungen Menschen – selbstverständlich geworden sei in Frieden und Freiheit zu leben, ohne Ausweis Landesgrenzen zu passieren oder ohne Geld zu wechseln ins europäische Ausland zu fahren. Die Bedeutung eines gemeinsamen und starken Europa müsse den Menschen aber wieder mehr ins Bewusstsein gerufen werden. Europapolitischer Unterricht, das Erlernen von Fremdsprachen und regelmäßiger Schüleraustausch spielten hierbei eine zentrale Rolle, betonte Martina Mehl, denn durch persönliches Kennenlernen entstünde Nähe. Hierzu sollen die neuen Europa-Botschafter an den Schulen einen Beitrag leisten.

Dorothea Schelke

Dorothea Schelke, die Fachschulkoordinatorin der Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) Weilburg, konnte in der Schulaula die neuen Absolventen des Studiengangs „Bachelor of Arts sowie die Fachschulstudierenden begrüßen, die den Abschluss des „Staatlich geprüften Betriebswirts“ anstreben.

weiterlesen

Weilburg Erstmals konnten an der Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) Weilburg 14 Studenten verabschiedet werden, die den akademischen Titel „Bachelor of Arts“ erworben haben. Die Möglichkeit hierzu bot sich der WKS durch eine Kooperation mit der Fachhochschule des Mittelstandes (FHM) in Bielefeld im Bereich der Fachschule Wirtschaft (Schwerpunkt Betriebswirtschaft), so dass seit drei Jahren an dem Weilburger Bildungszentrum ein Bachelorstudiengang angeboten wird. Ziel der Kooperation mit der Fachhochschule des Mittelstandes war es, die Qualität der Ausbildung und die Angebote für die Menschen der mittelhessischen Region weiter zu verbessern. Die ersten Absolventinnen und Absolventen des neuen Studiengangs haben nun ihr Ziel – den „Bachelor of Arts“ – erreicht.


Exmatrikulationsfeier am Studienznetrum der FHM an der WKS

„Ich bin sehr glücklich und vor allem sehr stolz, dass ich heute in der Aula der Wilhelm-Knapp-Schule junge Menschen feiern kann, die am Studienzentrum der FHM an unserer Schule ein Bachelorstudium absolviert haben.“ Dr. Ulla Carina Reitz, der Schulleiterin der WKS, war anzumerken, dass die erste Verleihung des Bachelortitels an ihrer Schule auch für sie eine ganz besondere Verabschiedung war. „Exzellenz durch Praxis“ eine der Leitlinien der IHK für die Berufliche Bildung 2025 bildete einen zentralen Punkt in der Rede der Oberstudiendirektorin, die den Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs bescheinigte, dass sie dieses Motto vorleben. Dem schulischen Abschluss habe sich eine Ausbildung angeschlossen, dann eine Fachschulausbildung mit dem Abschluss als staatlich geprüfter Betriebswirt für Wirtschaft und dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung, der nun ein akademischer Abschluss gefolgt sei und nebenbei bzw. hauptsächlich hätten die Absolventinnen und Absolventen noch in ihrem Beruf gearbeitet, betonte die Schulleiterin und unterstrich: „Sie haben viel Energie, Einsatzbereitschaft, Tatkraft, Herzblut, Engagement gezeigt, Sie haben Ihre Berufstätigkeit in der Praxis mit einem akademischen Abschluss gekrönt, Sie sind exzellent durch Praxis!“

Ihr besonderer Dank galt Martin Petzsche, der als ehemaliger Studiendirektor der WKS maßgeblich an der Einrichtung des Bachelorstudiengangs an dem Weilburger Bildungszentrum beteiligt war, ebenso wie Studiendirektor Stefan Jeanneaux-Schlapp, der ebenfalls eheblichen Anteil an der Einführung hatte und heute als Koordinator zwischen der WKS und der FHM in Bielefeld fungiert. Ein Dankeschön ging auch an alle Kolleginnen und Kollegen, die als Dozenten in dem Studienzentrum der WKS arbeiten und die jungen Akademiker unterrichtet hatten.

„Tritt forsch auf, mach’s Maul, hör bald auf!“ Mit dem Zitat dieses Redetipps von Martin Luther deutete Bürgermeister Hans-Peter Schick (parteilos) gleich an, dass er sich bei seinen Grußworten auf die zentralen Aspekte beschränken wolle. Das Weilburger Stadtoberhaupt stellte die Bedeutung Weilburgs als Bildungsstandort heraus und betonte: „Bildung ist ein klarer und wesentlicher Standortfaktor.“ In diesem Zusammenhang hob er die Bedeutung heimatnaher Bildungseinrichtungen hervor, durch die die qualifizierten Arbeitskräfte der Region erhalten blieben. Hans-Peter Schick erinnerte daran, dass es in der Residenzstadt bereits im Jahr 1231 eine Schule gab und heute seien 29 Schulen und Bildungseinrichtungen in der Stadt angesiedelt. „Die Türen sind offen, gehen Sie durch und bleiben Sie uns erhalten“, wandte der Bürgermeister sich an die frisch gebackenen Akademiker.

Seitens der Fachhochschule des Mittelstandes in Bielefeld gratulierten Prof. Dr. Christian von der Heyden und seine beiden wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Yvonne Kübeck und Antonia Felicia Valentin den Studenten zu ihrem erfolgreichen Abschluss. „Es ist nicht selbstverständlich, dass man in einer Stadt wie Weilburg vor Ort studieren kann!“ Der wissenschaftliche Leiter des Instituts für Fernstudium an der FHM Bielefeld lobte die Kooperation mit der WKS und betonte, dass der akademische Abschluss der Studenten mit größtenteils exzellenten Noten erfolgt sei, was für die Lehrer und das Qualifikationsniveau der WKS spricht. „Sie haben rechtzeitig erkannt, was es für eine Chance ist, diesen für die Studenten optimalen Bildungsweg hier vor Ort zu ermöglichen“, sagte er an die Adresse der WKS Schulleitung gerichtet. „Wer zeigt, dass er neben der Arbeitszeit und am Wochenende seinen Bachelor berufsbegleitend gemacht hat, der ist für verantwortungsvolle Führungsaufgaben gerüstet!“, wandte sich Prof. Dr. Christian von der Heyden an die Studenten und würdigte damit die besondere Leistung der Absolventinnen und Absolventen, die Beruf, Familie und Studium miteinander verbunden haben.

Gemeinsam mit Studiendirektor Stefan Jeanneaux-Schlapp und Martin Petzsche überreichte Prof. Dr. Christian von der Heyden den Studenten die Bachelor-Urkunde. Am erfolgreichsten war Tanja Oberding, die einen Schnitt von 1,05 erreichte, gefolgt von Nadja Steger (1,22) und Cheyenne Heumann (1,42).

Zu den Gästen der Verabschiedung zählten weiterhin der Vorsitzende des Schulausschusses des Kreistages Limburg-Weilburg, Manuel Böcher, Christa Oesterlin, die Vizepräsidentin der IHK Limburg-Weilburg der Leiter der Kreisvolkshochschule Limburg-Weilburg [Bezeichnung korrekt?] Michael Schneider und der neue Weilburger Kreisvolkshochschul-Koordinator Dr. André Hahn sowie Jaqueline Würz vom Hessencampus Limburg-Weilburg.

Für die musikalische Untermalung sorgten Laura Karl (Gesang) und Benedikt Böckling (Klavier), die mit ihren Liedern „Read all about it“, „Ironic“ und „Walking in Memphis“ für Gänsehautatmosphäre sorgten.

Den Bachelor of Arts erhielten: Verena Fink, Jessica Geisel, Adam Gladysz, Katharina Gräf, Jennifer Handle, Cheyenne Heumann, Madita Hornig, Anita Janzen, Jan Kahl, Thomas Müller, Tanja Oberding, Björn Pauly, Nadja Steger und Christina Zech.

Die Kooperation mit der Bielefelder Fachhochschule des Mittelstandes ermöglicht es den Abiturienten und den Absolventen von Fachoberschulen, die  eine kaufmännische Ausbildung vor Ort absolvieren, die Fachschule Teilzeit der Wilhelm-Knapp-Schule zu besuchen und sich gleichzeitig in einen Fernstudiengang an der Fachhochschule des Mittelstandes zu immatrikulieren, mit dem Ziel, einen Bachelor Abschluss zu erwerben. Die Lehrpläne der Fachschule für Wirtschaft Fachbereich Betriebswirtschaft sind identisch mit den Inhalten, die die betriebswirtschaftlichen Studiengänge an der Fachhochschule des Mittelstandes vermitteln. Die Klausuren, die in der Fachschule der Wilhelm-Knapp-Schule gestellt werden, werden entsprechend von der Fachhochschule in Bielefeld genehmigt. Bei Bestehen derselben werden die vorgesehenen Credit Points an die Studierenden vergeben.

Die Studierenden können also zeitgleich den Abschluss als „Staatlich geprüfter Betriebswirt“ und den akademischen Grad des „Bachelor of Arts“ (vergeben durch das Studienzentrum der Wilhelm-Knapp-Schule in Kooperation mit der Fachhochschule des Mittelstandes Bielefeld) in Weilburg erwerben. (tt)

 

„Tagsüber arbeiten, abends studieren“: Das macht auch Melina Zernig aus Steinbach. Im Rahmen der NNP-Serie schildert sie ihre Erfahrungen.

Hadamar-Steinbach. 

Nach dem Abitur an der Marienschule hatte Melina Zernig erst mal genug von Theorie und entschied sich für eine Ausbildung zur Industriekauffrau. Obwohl sie die Lehrzeit um ein halbes Jahr verkürzte, schloss sie mit „Sehr gut“ ab. Sie wurde von der IHK als Ausbildungschampion geehrt und bekam ein Stipendium des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für die nebenberufliche Weiterbildung. Von diesem Geld finanziert sie nun teilweise ihr betriebswirtschaftliches Fernstudium.

melina

„Dass ich mal solchen Ehrgeiz entwickeln würde, hätte ich nach der Schule selbst nicht geglaubt“, sagt Melina Zernig. „Aber während meiner Berufsausbildung schien es mir folgerichtig, es nicht bei der Industriekauffrau zu belassen.“ An der Fachschule für Wirtschaft (Wilhelm-Knapp-Schule) in Weilburg absolvierte sie ein dreieinhalbjähriges Studium zur staatlich geprüften Betriebswirtin. „In dieser Zeit entwickelte ich den Anspruch auf Topleistung und schloss vor wenigen Wochen auch mit Bestnote 1,0 ab“, blickt sie stolz zurück. Aber damit nicht genug: Schon während sie nebenberuflich dreimal pro Woche in Weilburg lernte, schrieb sie sich an der privaten Fachhochschule des Mittelstandes (FHM) zu einem BWL-Fernstudium ein, das sie nächstes Jahr mit dem Bachelorabschluss beenden wird.

„Das Studium zur staatlichen geprüften Betriebswirtin war schwieriger und hatte viel mehr Stoff als das Fernstudium“, findet die 25-Jährige. Das habe sie sehr verwundert. Ein gewaltiger Unterschied liege natürlich in der Anwesenheitspflicht. Zweimal wöchentlich abends für drei Stunden plus den ganzen Samstagvormittag drückte die junge Frau aus Steinbach neben ihrem Vollzeitjob die Schulbank in Weilburg. Für das BWL-Fernstudium hingegen lernt sie zu Hause und fährt lediglich für die Klausuren in das an die Knapp-Schule angegliederte Studienzentrum.

„Ohne die Unterstützung meiner Familie hätte ich die jahrelange Doppelbelastung von Beruf und Weiterbildung wohl nicht geschafft“, vermutet Melina Zernig. „Aber ich wohne noch bei den Eltern, werde bekocht, und meine Mama kümmert sich um Haushalt und Wäsche.“ Es habe trotzdem Phasen gegeben – insbesondere während der Prüfungszeiten – in denen sie hart an ihre eigenen Grenzen geriet. Immerhin waren es pro Semester ca. sieben Klausuren an der Fachschule, und für das Bachelor-Studium kamen nochmal zwei oder drei Prüfungsarbeiten hinzu.

Ihr Ausbildungsbetrieb bot für den angestrebten Karriereweg von Melina Zernig nicht die gewünschten Perspektiven, deshalb wechselte sie schon während des Studiums zu einem größeren Unternehmen, das ihr außerdem die berufsbegleitende Weiterbildung durch flexible Arbeitszeiten erleichtert. „Derzeit arbeite ich in der Exportabteilung. Aber ich würde gern später mal ins Controlling gehen, da hätte ich mehr Einflussmöglichkeiten, und Zahlen sind sowieso mein Ding“, hofft die bildungshungrige junge Frau für die Zukunft und hält es sogar für denkbar, noch einen Masterstudiengang anzuschließen.

Bewegung als Ausgleich

„Nach einem ganzen Tag am Schreibtisch oder in der Schule brauche ich Bewegung und frische Luft zum Ausgleich“, erzählt sie. „Dann steige ich gern aufs Mountainbike oder gehe ins Fitness-Studio. Damit kann ich viel effektiver Stress abbauen, als wenn ich mich aufs Sofa legen würde.“ Zu ihrem emotionalen Gleichgewicht trägt aber auch ein stabiler Freundeskreis bei. „Selbst wenn ich schon drei Treffen absagen musste, werde ich auch zum vierten Mal eingeladen“, freut sie sich. „In der Zeit an der Wilhelm-Knapp-Schule habe ich mich total wohlgefühlt“, schwärmt Melina Zernig. „Die Lehrer haben uns optimal gefördert und wir fanden ein offenes Ohr.“ Doch weiß sie auch das Fundament der Marienschule zu schätzen, denn dort habe sie Disziplin und das effiziente Lernen gelernt. kka

Quelle: http://www.nnp.de/lokales/limburg_und_umgebung/Das-Bueffeln-hoert-nicht-auf;art680,2155810

 

Der Bachelor-Studiengang B.Sc. Wirtschaftsingenieur

integriert Ihren Abschluss vom Industrie- oder Handwerksmeister, Staatlich geprüften Techniker oder Geprüften Technischen Fachwirt vollständig in das Studium. Das heißt für Sie, dass sich die Studienzeit Ihres Studiums von 4 Jahren bzw. 4 Jahren und 2 Trimestern auf 28 Monate verkürzt.

Aufbauend auf Ihren Vorkenntnissen werden die wirtschaftswissenschaftlichen und die technisch-ingenieurwissenschaftlichen Qualifikationen passgenau vermittelt und mit den Anforderungen an die strategische Unternehmensführung zusammengeführt.

Insgesamt erhalten Sie 180 oder 210 ECTS (je nachdem, welche Möglichkeit zur Anerkennung Ihr bisheriger Berufsabschluss bietet). Dieses Modell ist deutschlandweit einmalig und hat gleichermaßen Gültigkeit für Berufstätige mit einer vergleichbaren Qualifikation gemäß Deutschem Qualifikationsrahmen (DQR), Level 6.

Übersicht

wing

 

 

 

 

 

Aufbauend auf den Inhalten Ihrer Ausbildung zum Handwerks- oder Industriemeister, Staatlich geprüften Techniker oder zum Geprüften Technischen Fachwirt werden Sie in vier Kompetenzfeldern qualifiziert:

  • Im Bereich der Wirtschaftswissenschaften mit einem Schwerpunkt im strategischen Management und der nachhaltigen Unternehmensführung.
  • Im Bereich der speziellen Fachkompetenz für Wirtschaftsingenieure mit fundiertem ingenieurwissenschaftlichen Know-how und Anwendungsfeldern in der Informatik und der Energietechnik für Wirtschaftsingenieure.
  • Für Aufgaben im Management sind die personalen und sozialen Kompetenzen sowie die Aktivitäts- und Handlungskompetenz wichtig, hierbei geht es um Ihr Auftreten als Persönlichkeit im Team und beim Kunden.
  • Wie alle Studiengänge der FHM qualifiziert Sie auch der B.Sc. Wirtschaftsingenieur zum Unternehmer, wozu eigens das Fach Unternehmensgründung entwickelt wurde.

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter: