Heike Knecht und Lisa Schöppl erreichten die Traumnote 1,0

 

„Mit Ihrem Abschluss haben Sie eine gute Grundlage für die Zukunft gelegt. Eine solide Ausbildung ist bekanntlich immer noch die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit, aber zugleich auch etwas, was über das rein Fachliche hinausgeht und auch Persönlichkeitsbildung einschließt.“

Studiendirektor Stefan Jeanneaux-Schlapp hob die immanente Bedeutung der Bildung in der heutigen Zeit hervor, als er in seiner Funktion als Abteilungsleiter der Fachschule (FS) Wirtschaft an der Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) Weilburg die Staatlich geprüften Betriebswirte nach erfolgreicher Studienzeit in der prächtig geschmückten Aula verabschiedete.

„Ich hoffe auch, dass Sie die Fachschule Wirtschaft nicht nur als ziemlich anonymen Platz zum Arbeiten erlebt haben, sondern über das rein Fachliche hinaus auch als Raum der Kommunikation, der Diskussion und des Austausches von Ideen – und damit als Freiraum, in dem man sich entfalten kann und wo man sich immer wieder gerne aufhält“, stellte der Abteilungsleiter die besonderen persönlichen Entfaltungsmöglichkeiten in dem Weilburger Bildungszentrum heraus.

Dass in einer Zeit des lebenslangen Lernens mit dem Erreichen des Bildungsabschlusses als Staatlich geprüfter Betriebswirt noch lange nicht das Ende erreicht sein muss und sich noch weitere Qualifizierungsmöglichkeiten ergeben, unterstrich Stefan Jeanneaux-Schlapp und öffnete den erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen eine neue Tür im Bereich der Fachschule als er erläuterte: „‘Wissen hält nicht länger als Fisch!‘, sagte der englische Philosoph Whitehead schon vor 100 Jahren. Und damit das Wissen – natürlich nur im übertragenen Sinne – nicht zu stinken beginnt, sollten Sie es regelmäßig auffrischen und erweitern – nicht zuletzt in bestimmten Modulen der Fachschule oder am Studienzentrum der Fachhochschule des Mittelstandes an der WKS.“

„Unsere Vorväter haben in Europa gemeinsam viel erreicht und dies gilt es zu bewahren, aber natürlich auch weiter zu entwickeln.“ Schulleiterin Dr. Ulla Carina Reitz stellte die aktuellen sozialpolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Deutschland, Europa und der Welt ins Zentrum ihrer Ansprache und hob die Bedeutung eines geeinten Europa hervor. „Sie werden mit Ihren Kompetenzen als hochqualifiziert ausgebildete Menschen und Demokraten und mit all den Kompetenzen, die Sie künftig noch erwerben eine gewichtige Stimme in Deutschland, in Europa und der Welt sein und ich appelliere an Sie, diese im Sinne der Menschenrechte einzusetzen, so wie Sie dies selbst in dem Land erfahren haben, in dem Sie aufgewachsen sind“, wandte sich die Oberstudiendirektorin direkt an die Absolventinnen und Absolventen.

„Für mich war es eine große Bereicherung Ihre Kenntnisse, vor allem aber Ihr zielgerichtetes Engagement zu erfahren. Daher freue ich mich Ihnen das Zeugnis auszuhändigen, welches Sie in Ihrem Leben und Ihrer Karriere wiederum ein Stück weiter bringt, und ich freue mich darauf, Ihnen vielleicht irgendwann noch den akademischen Grad eines Bachelors in dieser Aula verleihen zu dürfen, denn das Motto der Schule ist ja: Kein Abschluss ohne Anschluss“, gab Dr. Ulla Carina Reitz den Staatlich geprüften Betriebswirten abschließend mit auf den Weg.

Im Anschluss an die Zeugnisübergabe zeichnete Abteilungsleiter Stefan Jeanneaux-Schlapp gemeinsam mit den Klassenlehrern jeweils die beiden besten Staatlich geprüften Betriebswirte jeder Klasse aus und auch für besonderes soziales Engagement gab es Buchpreise.

Mit der Traumnote 1,0 waren Heike Knecht (Teilzeitklasse T 14) und Lisa Schöppl (Vollzeitklasse V 15 A) nicht nur jeweils beste Schülerin ihrer Klasse, sondern auch Jahrgangsbeste. Nur wenig dahinter folgten Alex Kraus (V 15 B), Lisa Kröck (T 14) und Susanna Walk (V 15 A), die alle drei einen Notenschnitt von 1,1 erreichten und mit einem Mittelwert von 1,3 wurde Ephraim Wilhelm als Zweitbester der Klasse V 15 B für die herausragenden Leistungen ausgezeichnet. Für besonderes soziales Engagement erhielten Karlo Kis (T 14), Lisa Schöppl (V15 A) und Beniamino Zappia (V 15 B) eine Ehrung.

Heike Knecht dankte im Namen der Teilzeitstudieren den Lehrerinnen und Lehrern der Fachschule für Wirtschaft für die besondere Unterstützung auf dem Weg zum Staatlich geprüften Betriebswirt. Dafür ließ sie die Zeit vom ersten Zusammentreffen der Absolventinnen und Absolventen in der Aula bis zur Abschlussprüfung noch einmal Revue passieren und ging dabei ausgenzwinkernd auch auf manche individuellen Besonderheiten der einzelnen Lehrkräfte ein.

Insgesamt bewertete sie die Ausbildung zum Staatlich geprüften Betriebswirt an der WKS als positives Erlebnis und kam zu dem Fazit: „Ich bin mir sicher, dass konstruktivste Arbeit dort zustande kommt, wo eben Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Lebenshintergründen und Kompetenzen ihr Wissen und ihre Ideen zusammenbringen. Dies hat sich immer wieder im Unterricht bestätigt. Außerdem zeigen unsere erzielten Ergebnisse in Klausuren und Prüfungen, dass sich erfolgreiche Lerngruppen gebildet hatten.“ Trotz, Vollzeitarbeit, Jobwechsel, Familie, Hochzeit oder der Geburt von Kindern hätten sie es geschafft regelmäßig den Unterricht zu besuchen und die Prüfung zum Staatlich geprüften Betriebswirt erfolgreich abzuschließen und es sei ein Grund stolz zu sein, dieses Ziel erreicht zu haben.

Passend zum festlichen Ambiente war der gelungene Auftritt der neuen WKS Schulband „The William K Project“. Die drei Lehrkräfte. Tobias Krug (Gesang), Amir Eftekari (Schlagzeug) und Patrik Schneider (Gitarre) begeisterten mit ihren brillant präsentierten Songs.

 

 

Klasse FA V 15 A (Vollzeit, Klassenlehrer Thomas Kramer): Mehwish Arshad (Limburg a. d. Lahn), Marie- Theres Burzel (Braunfels – Tiefenbach), Anna-Carina Finke (Wetzlar), Johannes Gärtner (Altendiez), Pauline Hark (Limburg – Offheim), Tanja Heinz (Aßlar), Florian Kröner (Beselich-Obertiefenbach), Sonja Mohr (Hadamar), Ann-Christin Müller (Merenberg – Barig-Selbenhausen), Ann Cathleen Münch (Sinn), Annika Schönlaub (Westerburg), Lisa Schöppl (Bad Camberg), Susanna Walk (Neunkirchen), Manuel Wistuba (Hadamar) und Mark Zucker (Hundsangen).
Klasse FA V 15 B (Vollzeit, Klassenlehrer Thomas Magyar): Düzgün Aktan (Weilmünster), Elif Aktan (Weilmünster), Meliha Basar (Aslar), Till Dietermann (Dillenburg), Lukas Faulhaber (Görgeshausen), Hendrik Guntrum (Brechen), Daniel Ingenito (Limburg), Alex Kraus (Dorndorf), Arthur Krecichwost (Weilburg), Andreas Steiner (Rennerod), Ephraim Wilhelm (Betzdorf) und Beniamino Zappia (Selters).
Klasse FA T 14 (Teilzeit, Klassenlehrerin Anke Greilich):. Halime-Mizgin Alper-Sharef (Marburg), Lisa Biedermann-Flickschuh (Villmar), Jasmin Breithecker (Beselich), Julia Czech (Weilmünster), Buket Demirtas (Weilmünster – Laubuseschbach), Louisa Diehl (Runkel), Carina Endres (Hadamar), Helena Fast (Beselich – Heckholzhausen), Jessica Guthardt (Weilburg), Karlo Kis (Weilmünster), Melanie Klan (Hadamar), Heike Knecht (Grävenwiesbach), Vanessa Kopanka (Weilmünster), Lisa Kröck (Fachingen), Torben Kunz (Hundsangen), Tom Christopher Pabst (Hünfelden), Julia Pflaum (Weilburg), Katharina Stroh (Merenberg) und Christiane Zylka (Hadamar).

 

Jahresempfang

Beim Jahresempfang der Europa-Union im Weilburger Komödienbau, der unter dem Motto „Europa +“ stand, wurden sieben Lehrer aus vier Schulen zum „

Sabrina Tauber

“ ernannt. Eine von ihnen ist Sabrina Tauber von der Wilhelm-Knapp-Schule Weilburg.

Aufgabe

Aufgabe der neuen Botschafter ist es dazu beizutragen, dass das Thema Europa an den Schulen noch mehr in den Blickpunkt rückt. Ihre Ernennung erhielten die sieben Pädagogen von Martina Mehl.

Unterricht

Diese betonte, dass es – insbesondere für die jungen Menschen – selbstverständlich geworden sei in Frieden und Freiheit zu leben, ohne Ausweis Landesgrenzen zu passieren oder ohne Geld zu wechseln ins europäische Ausland zu fahren. Die Bedeutung eines gemeinsamen und starken Europa müsse den Menschen aber wieder mehr ins Bewusstsein gerufen werden. Europapolitischer Unterricht, das Erlernen von Fremdsprachen und regelmäßiger Schüleraustausch spielten hierbei eine zentrale Rolle, betonte Martina Mehl, denn durch persönliches Kennenlernen entstünde Nähe. Hierzu sollen die neuen Europa-Botschafter an den Schulen einen Beitrag leisten.